Geheimtipp No. 4: für eine Rösti auf den Schäfler

Dieser Wandertipp führt euch über die Alp Bommen und die Gartenalp auf den Schäfler im Alpstein, wo euch eine feine Rösti und ein grossartiger Blick auf den Säntis erwarten.

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Datum : 2019

Geheimtipp No. 4: für eine Rösti auf den Schäfler

Viele von uns waren enttäuscht, als das Rösti-Mekka Äscher im Herbst 2018 seine Türen schloss. Da die Pfade zum Äscher aber eh etwas ausgetreten sind seit das Fleckchen Alpstein seit 2015 verschiedene internationale Schönheits- und Beliebtheitsauszeichnungen erhalten hat, lohnt es sich für eine Wanderung mit Rösti-Schmaus Alternativrouten auszuprobieren. Dieser Wandertipp führt euch über die Alp Bommen und die Gartenalp auf den Schäfler, wo euch eine feine Rösti und ein grossartiger Blick auf den Säntis erwarten.

  • Startpunkt: Wasserauen
  • Endpunkt: Wasserauen (Ebenalpbahn)
  • Dauer: Wasserauen –-> Schäfler: rund 135 Min.; Schäfler –-> Bergstation Ebenalpbahn: rund 40 Min.
  • Anspruch: mittel
  • Panorama: grandios (ungewohnter Blick die Skipiste hoch, vom Schäfler toller Blick auf Wagenlücke, Säntis und Öhrli)
  • Weiteres: Preis Talfahrt Ebenalpbahn = 20.- oder 10.- mit Halbtax
  • Gastro: Alp Bommen, Berggasthaus Schäfler, Berggasthaus Ebenalp

Wir starten unsere Tour – wie für den Äscher auch – in Wasserauen. Etwas unterhalb der Talstation der Ebenalpbahn, stechen wir bei einem kleinen Bauernhof und einem prägnanten Felsen in den Wald. Der Anstieg zur Alp Bommen durch den Wald ist zwar einigermassen steil, aber nicht sehr weit. Je nach Tempo, das ihr anschlägt, solltet ihr nach rund 40 Minuten aus dem Wald rauskommen. Dort folgt ihr dem Weg kurz über grüne Wiesen (am Waldrand sieht man hier oft Rehe oder Gemsen), bevor ihr die Alp Bommen zu eurer Linken erreicht.

Die Alp Bommen ist immer ein Halt wert, sei es für einen Schwatz mit der Bäuerin und Chefin am Platz Annemarie, für eine Flasche Most oder um ein Stück Käse zu kaufen. Für alle, die früh unterwegs sind und schon von einem erste Hüngerli geplagt werden gibt’s auch leckere Fleisch- und Käseplättli (ziemliche Portionen!)).

Von den saftigen Wiesen um die Alp Bommen wechseln wir nun – immernoch wie Richtung Äscher – auf eine ecklige Schotterstrasse, die im Winter als Skipiste dient. Statt dann aber beim Wegweiser links in den Wald zum Äscher abzubiegen, gehen wir weiter gerade aus Richtung Gartenalp.

Der erste Teil des Weges, der nun folgt, ist schön breit, Sonne und Schatten wechseln sich ab. Von der Gartenalp (1472; Aufstieg auch alternativ über Lehmen/Eugst möglich) geht’s dann wieder steiler bergauf: Wir blicken Richtung Chlus (1726; oben Mitte der Krete). Der Weg über das Geröll (wir befinden uns immernoch auf der Skipiste) ist etwas anstrengend (spätestens hier ist man froh um einen Schluck Wasser aus der Feldflasche), aber der ungewohnte Blick Richtung Neuenalp (Loo, rechterhand) entschädigt für den Schweiss, der einem von der Stirn rinnt. Die Flanke zu unserer Linken enthält übrigens auch einige Kletterrouten.

Oben an der Chlus angekommen, geniessen wir den phantastischen Blick rundherum und das Ärgste ist bereits überstanden – was einem auch der Blick, den man nun auf den Schäfler (1924) hat, klar macht. Das letzte Stück Weg zur Beiz ist in 20 bis 30 Minuten zu schaffen.

Bergkrete mit Alphütte.
Im letzten Teil, dem Aufstieg zum Berggasthaus Schäfler, blicken wir zurück auf die Alp Chlus. Auch sichtbar von hier ist bereits der Weg, der sich an der Chlus vorbei auf der Krete Richtung Ebenalp schlängelt. Diesen Weg werden wir für den Abstieg wählen – nach der Rösti auf dem Schäfler.

Der Schäfler erwartet uns mit seiner sensationellen Sicht Richtung Säntis, die zum Draussen sitzen einlädt. Falls es zu kalt/windig ist, ist es aber auch drinnen sehr gemütlich (beachtet die tollen alten Fotos an der Wand). Da Speisen und Trank per Seilbahn zum Berggasthaus transportiert werden können, müsst ihr hier auf nichts verzichten. Neben der Rösti gibt’s auch ne super Gesternsuppe, Salate, Plättli, Chäshörnli (mit Siedwurst) und vieles Leckeres mehr.

Falls ihr vom Schäfler am nächsten Tag noch weiter wollt – zum Beispiel auf den Säntis oder zum Rotsteinpass – könnt ihr hier übrigens auch übernachten (1 Einer- und 5 Doppelzimmer).



Unser Vorschlag geht vom Schäfler den gleichen Weg zurück über die Chlus und von dort zur Bergstation der Ebenalpbahn, weil ihr von dort mit der Gondel komfortabel ins Tal zurück kommt – das schont eure Kniescheiben 😉 (Wessen Kräfte noch nicht am Ende sind, für den bieten sich verschiedene Möglichkeiten ins Tal zurück, z.B. über den Seealpsee.). Von der Chlus seid ihr relativ schnell in der Ebenalp vorne (rund 30 Minuten). An einer Stelle lässt der Weg noch einen tollen Blick Richtung Seealpsee/Meglisalp zu.

Frau spaziert auf Bergweg.
Das letzte Stück Richtung Bergstation Ebenalp ist gemütlich und gibt nochmals ein tolles Panorama preis. Die Umgebung ist an diesem Spätsommertag fast mediterran – Genuss und Wanderfreude pur!

In der Gondel, die schnell Richtung Wasserauen düst, geniessen wir noch den Blick an die gegenüberliegende Bergkette und haben Kamor, den Hohen Kasten und die Alp Siegel im Blick – oder: ein Stück Heimat 🙂

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